Steve McCurry: LESEN

Inhalt
Ein kurzer Moment der Ruhe inmitten des Chaos: Versunkenheit, Konzentration. Wenn Menschen lesen, verschwindet die Realität für kurze Zeit. In solchen magischen Augenblicken drückt Steve McCurry auf den Auslöser. Der weitgereiste Magnum-Fotograf hat die unterschiedlichsten Leser fotografiert: Kinder und Alte, Frauen und Männer, mit der Zeitung, dem Schulbuch oder einem Roman.
Von Rom bis Kyoto, Marrakesch bis Los Angeles – überall auf der Welt lesen Menschen – lautet die schlichte wie überaus erfreuliche Nachricht. Bei diesem farbenfrohen Rundumschlag quer durch alle Kontinente überrascht und begeistert immer wieder McCurrys besonderer Blick für Details und Stimmungen, die anderen verborgen bleiben. Dieser Blick macht den seit 30 Jahren durch die Welt reisenden McCurry zu einem der renommiertesten lebenden Fotografen. Mit einer Einführung des berühmten Gegenwartsautors Paul Theroux.

Vorab von Steve McCurry:
Kurz nachdem ich nach New York gezogen war – ich war anfang dreißig – begegnete ich dem legendären Fotografen André Kertész. Wir wohnten im selben Gebäude, und noch heute machen mir seine in der Lobby ausgestellten Bilder große Freude.
Fotografien lesender Menschen zählten zu seinen eindringlichsten Bildern. Die über einen Zeitraum von etwaq 50 Jahren aufgenommenen Fotos wurden in seinem 1971 veröffentlichten Buch ,On Reading‘ präsentiert. Diese Sammlung ist meine persönliche Hommage an Kertész‘ Talent, seinen Einfluss und seine außergewöhnliche Gabe.

Aus dem Vorwort von Paul Theroux:
Ein großer Teil des Reizes beim Lesen von Romanen liegt in der Erkenntnis, dass man als Leser mehr Einblick in das Seelenleben der Buchcharaktere hat als in das der eigenen Angehörigen oder Freunde. Die beim Lesen erlebte Intensität – eine Erfahrung, die man einem Nichtleser unmöglich vermitteln kann – ist der Grund dafür, dass Romancharaktere so real wirken, so vorbildhaft, tragisch, komisch und greifbar. Ich denke hier an leidenschaftliche Leser, Menschen, die alles lesen, Menschen, für die Hamlet eine glaubhafte Figur im Zentrum des Geschehens ist, widersprüchlich, geistreich und belastet mit der Mission, den Tod des Vaters zu rächen, Menschen, für die Madame Bovary eine hinterhältige, selbstbetrügerische Romantikerin ist und Huck Finn einer der unverwüstlichsten Überlebenskünstler…

2 Kommentare zu „Steve McCurry: LESEN“

  1. Ein Fotograf – und ein Buch zum „Merken“ – von Steve McCurry hatte ich nie zuvor gehört, aber auch liebe den Anblick lesender Menschen 😉
    Danke für diese interessante Buchvorstellung – und den Worten von Theroux kann man sich absolut anschließen! Liebe Grüße, Sagota

    Gefällt 1 Person

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